Sonderthemen

Anzeige

650 Jahre Stadt Hagenow 650 Jahre Stadt Hagenow - ein Grund zum Feiern

Jubiläumsjahr bleibt Jubiläumsjahr / Feiern auf Sparflamme / 2021 werden Veranstaltungen nachgeholt

Die Stadt Hagenow aus der Vogelperspektive FOTO: ARCHIV/REIN

12.06.2020

Auf dem Schreibtisch von Bürgermeister Thomas Möller liegt, jederzeit griffbereit, eine Mund-Nasenbedeckung mit dem Schriftzug „650 Jahre Hagenow“. „Ja, wir haben uns auf dieses Jahr, auf die 650-Jahrfeier, gefreut. Wir wollten mit unseren Bürgern und Gästen feiern, dass Hagenow vor nunmehr 650 Jahren erstmals als Stadt erwähnt wurde. Der Ort an sich ist viel älter“, weiß Thomas Möller. Eigens für die Vorbereitungen wurde eine Arbeitsgruppe gebildet, „die einen abwechslungsreichen Veranstaltungskalender gestaltete“, so Thomas Möller.  

Und es ging zu Jahresbeginn auch richtig los, erinnert sich der Bürgermeister. „Erstmals veranstalteten wir ein Neujahrsanbaden für die ganz Hartgesottenen im Freibad in der Bekow“, erzählt er. „Ich war überrascht, wie viele da gekommen waren. 24 mutige Eisbader und ca. 150 Schaulustige ließen sich das nicht entgehen, es war einfach toll.“
  

Autohaus Hagenow

Und nicht nur Thomas Möller dachte, so kann es 2020 weitergehen. Ging es zunächst ja auch. Nur einen Tag später gab es in der Alten Synagoge das Neujahrskonzert mit „Sistanagila“. Das Konzert schlug eine Brücke zwischen den Kulturen Iran und Israel. Sport, Kultur und Gedenken sowie der Neujahrsempfang im 650. Stadtjahr komplettierten den Januar.

Ca. 200 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Handel, Kirche, Bundeswehr, Vereinen und Einrichtungen ließen das alte Jahr Revue passieren und freuten sich auf das neue.  

650 Jahre - ein Grund zum Feiern Image 1

„Der Februar hielt Höhepunkte wie den Festgottesdienst zur Glockenweihe des neuen Geläutes der Stadtkirche, Literatur, Musik und Geschichte bereit, z. B. erinnerte Kuno Karls, Ehrenbürger Hagenows , an die Feierlichkeiten zur 600-Jahrfeier.

Viele Veranstaltungen, die in Hagenow Tradition haben, wurden eingebettet in den bunten Veranstaltungskalender. Neu sollte der Dance Contest des Tanzstudios Hagenow in der Mehrzweckhalle Otto Ibs sein, er fiel bereits, wie viele weitere geplante Veranstaltungen im März, April und Mai der Corona- Pandemie zum Opfer.

Dennoch ist Thomas Möller optimistisch, dass noch so manch Veranstaltung das Jubiläumsjahr krönen wird. „Außerdem werden wir versuchen, so viel wie möglich in das kommende Jahr zu verlegen. Natürlich ist 2021 nicht mehr das Jubiläumsjahr, aber die Mitglieder der Arbeitsgruppe haben so viel Energie und Engagement in die Vorbereitungen gesteckt, sodass wir vieles ins nächste Jahr mitnehmen möchten.“ Dabei weiß Thomas Möller, das nicht alles gelingen wird.
  

Autohaus Hans-Georg

Der absolute Höhepunkt sollte sich um den 16. Juni ranken. Geplant und leider gestrichen ist der Ökumenische Open Air Festgottesdienst auf dem Hagenower Rathausplatz am 14. Juni, ebenso der Festempfang am Tag des 650. Stadtgeburtstages von Hagenow.

„Aber diesen Tag wollen wir nicht ohne ein Ereignis verstreichen lassen. Denn der 16. Juni ist der eigentliche Geburtstag. In einer Urkunde vom 16. Juni 1370 wurde Hagenow nach derzeitigem Kenntnisstand das erste Mal als Stadt erwähnt. Um 20 Uhr werden zur Feier des Tages die neuen Glocken der Stadftkirche läuten.
  

Auf eine Überraschung können sich die Hagenower am 19. Juni freuen. Das soll aber nicht verraten werden.

Besonders gefreut hatte sich Thomas Möller, dass es der Stadt gelungen war, die NDR-Sommertour im Jubiläumsjahr für den 5. September nach Hagenow zu holen. „Daraus wird leider auch nichts“, muss Thomas Möller einräumen Und ob sie im nächsten Jahr nach Hagenow kommt? Wer weiß.  

650 Jahre - ein Grund zum Feiern Image 2

Dafür hofft der Bürgermeister, dass am 2. Oktober in die Deutsche Einheit hinein getanzt werden kann. „Vorgesehen ist auf dem Lindenplatz ein Konzert der Gruppe Keimzeit. Wir hoffen, dass dieser Höhepunkt stattfinden kann“ , ist er vorsichtig optimistisch.

Sein Dank richtet sich an alle, die das Jubiläumsjahr so toll vorbereitet haben, insbesondere auch dem Bauhof, der an den Ortseingängen für einen Hingucker gesorgt hat.

Er hofft, dass im kommenden Jahr wieder alle mitmachen, um die ausgefallenen Veranstaltungen, so weit es geht, nachzuholen. Ilona Langer