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Darauf sollten Autofahrende bei der Kfz-Versicherung achten Sinnvoller Schutz und guter Service

Eine schnelle Schadenregulierung und ein persönlicher Service ist Autofahrenden bei der KFZ-Versicherung am wichtigsten. FOTO: DJD/DEVK/JÜRGEN NABER

27.12.2021

Beim Ausparken streift man einen anderen Wagen und verursacht üble Kratzer. Oder: im dichten Berufsverkehr ist man kurz unaufmerksam und fährt auf den vorderen Pkw auf - ein ordentlicher Blechschaden beim fremden Fahrzeug ist die Folge. Diese oder ähnliche Situationen haben schon viele Autofahrende erlebt. Die Schäden, die die anderen Verkehrsteilnehmenden erleiden, trägt die Kfz-Haftpflichtversicherung. Sie ist für alle, die ein Auto besitzen, Pflicht. Doch welcher zusätzliche Schutz ist sinnvoll? Und welcher Service bei der Kfz-Versicherung am wichtigsten?

Schutz bei Glasbruch

Vor allem bei neueren Wagen sollte man zusätzlich eine Kaskoversicherung abschließen. Die Teilkasko zahlt für Schäden, die man nicht selbst verursacht, etwa Unwetterschäden bei Sturm und Hagel. 2020 gab es laut Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) rund 155.000 Kfz-Schäden durch Unwetter. Und wie sieht es mit Steinschlägen auf der Windschutzscheibe aus? 22 Prozent der Befragten einer aktuellen YouGov-Umfrage im Auftrag der DEVK Versicherungen achten bei der Kfz-Versicherung darauf, dass die Reparatur der Scheibe kostenlos ist. Die DEVK etwa bietet Kaskoversicherten die Steinschlagreparatur bei ihren Autoglaspartnern gratis an. Die Vollkasko ergänzt die Teilkasko um den Schutz bei selbst verschuldeten Unfällen. Darüber hinaus greift sie bei Vandalismus, etwa wenn Unbekannte den Lack zerkratzen, und springt ein, wenn man unverschuldet einen Unfall hat und der Verursachende Unfallflucht begeht.

Hugo Pfohe

Schäden sollen schnell reguliert werden

Auch kleine Parkschäden am eigenen Auto sind schnell passiert und können teuer werden. Gut einem Viertel der Befragten ist es wichtig, dass die Versicherung für die Reparatur von Parkschäden aufkommt – ohne Hochstufung der Schadenfreiheitsklasse. Teilkaskoversicherte mit Komfort- oder Premiumschutz beim Kölner Versicherer können einmal im Jahr einen Schaden am eigenen Auto in einer Partnerwerkstatt im sogenannten Smart-Repair-Verfahren ausbessern lassen. Die Reparatur kostet sie 50 Euro, an der Schadenfreiheitsklasse ändert sich nichts. Sinnvoll kann auch ein Diebstahlschutz persönlicher Gegenstände im Auto sein. Immer häufiger werden Pkw aufgebrochen und Handys, Laptops oder teure Sonnenbrillen gestohlen.

Ebenso wichtig wie der Leistungsumfang ist der Service der Versicherung im Schadenfall. Drei Viertel der Befragten der YouGov-Umfrage erwarten von einer Kfz-Versicherung, dass sie Schäden schnell reguliert. Auch eine gute telefonische Erreichbarkeit und ein direkter Kontakt mit einer Versicherungsexpertin oder einem - experten ist ihnen wichtig. DJD


Ersthelfer am Unfallort

Nur wenige Autofahrer können umfassend helfen

„Gaffen geht gar nicht“: So der Name einer Kampagne gegen die Sensationsgier von Autofahrern auf der Autobahn, wenn sie auf der Gegenfahrbahn die Folgen eines schweren Unfalls beobachten. Solche Situationen haben die meisten Menschen wohl schon einmal erlebt. Aber was passiert, wenn man tatsächlich als einer der ersten Verkehrsteilnehmer direkt mit einem schlimmen Crash auf der eigenen Autobahnspur oder der Landstraße konfrontiert wird? Die Rechtslage ist eindeutig: Nach der Absicherung der Unfallstelle und dem Absetzen des Notrufs besteht die Pflicht zur Ersten Hilfe. Wer nicht als Ersthelfer tätig wird, muss mit einer Geldstrafe rechnen. Aber können Autofahrer tatsächlich fachgerecht mit einem Unfallopfer umgehen, wo doch der letzte Erste-Hilfe-Kurs bei vielen schon lange zurückliegt?

Das Ergebnis einer Innofact-Umfrage im Auftrag von AutoScout24 ist ernüchternd: Nur 18 Prozent der Autohalter sind sicher, dass sie die wichtigsten medizinischen Sofortmaßnahmen durchführen könnten, um einem Unfallopfer eventuell das Leben zu retten. Während 91 Prozent zumindest eine der abgefragten Maßnahmen anwenden können, sieht sich jeder Zehnte außerstande, überhaupt Erste Hilfe zu leisten. Insgesamt sechs Verhaltensweisen wurden abgefragt.

Die Teilnehmer sollten einschätzen, ob sie diese korrekt durchführen könnten. Am besten kommen die Autohalter mit der stabilen Seitenlage zurecht: 71 Prozent könnten diese im Fall der Fälle anwenden. Auch die Erstversorgung von Wunden trauen sich viele zu: 63 Prozent wären in der Lage, einen Druckverband anzulegen und jeder Zweite könnte eine Blutung stillen. DJD