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Schönere Wohnung auf Zeit it

Möbel und Hausgeräte mieten

Manchmal braucht man eine schöne Einrichtung nur für eine bestimmte Zeit. Hier kann es sich lohnen, Möbel und Geräte zu mieten statt zu kaufen. Foto: dpa/ Christin Klose

Sie haben immer mal wieder Lust auf Veränderung zu Hause, wollen aber nicht alle zwei Jahre neue Möbel kaufen? Oder Sie wohnen nur eine Zeit lang an einem bestimmten Ort und müssen die Möbel oder Elektrogeräte dort nicht unbedingt besitzen?

Schlimmer noch: Man trennt sich vom Partner und damit der gemeinsamen Wohnung samt Einrichtung. Es gibt viele Situationen, in denen neue Möbel gefragt sind. Und es gibt Angebote, einzelne Stücke bis hin zur ganzen Einrichtungen für einige Monate bis wenige Jahre zu mieten. Das ist nicht unbedingt immer günstig, Reparaturen sind dafür aber teils inbegriffen.

Anbieter ist zum Beispiel Lyght Living. Eine Bettcouch bekommt man für eine Laufzeit von 36 Monaten schon für rund monatlich 22 Euro. Lässt man sich durch das Unternehmen zum Beispiel zwei Räume für zwei Monate zur Miete möblieren, kostet das ab circa 1570 Euro im Monat. Kommt Kücheninventar und ein Elektropaket aus Fernsehgerät und Waschmaschine hinzu, sind es ab rund 2170 Euro.

Geliefert wird im Notfall schnell - innerhalb von fünf Tagen. Und für normale Abnutzung und Verschleiß muss man keine Folgekosten fürchten. Die Durchschnittsmietdauer liegt bei zwei Jahren, sagt Daniel Ishikawa, Geschäftsführer von Lyght Living. ,,Wobei die Extreme groß sind: Wir haben Mieter für drei bis vier Jahre, die den Durchschnitt hochtreiben. Viele mieten aber ihre Einrichtungsgegenstände nur für einen Monat."

Beim Anbieter In-Lease liegt der Mietdurchschnitt bei 36 Monaten. ,,Es kommt immer wieder vor, dass die Möbel im Anschluss auch gekauft werden", sagt Najoua Atri, Leiterin der deutschen und schweizerischen Niederlassung. Das Unternehmen vermietet auch Bettwäsche, Handtücher, Geschirr und Dekorationen. Und es bietet an, alle Mietteile auch in der Wohnung hübsch zu arrangieren, bevor die Mieter einziehen.

Das liegt an der Zielgruppe des Unternehmens: Kunden von In-lease seien vor allem Firmen, die für ihre Mitarbeiter, die etwa aus dem Ausland nach Deutschland ziehen, Wohnungen besorgen und einrichten lassen, so Najoua Atri.

Ähnliche Mietangebote machen auch große Hersteller von Hausgeräten. Über Mieles Programm namens Upgreat kann man für sechs Monate, ein oder zwei Jahre Geräte für Küche, Waschen und Reinigen sowie Kaffeeautomaten mieten.

Fakt: Eine Bettcouch kann man sich für eine Laufzeit von drei Jahren für monatlich 22 Euro ausleihen. Einen Staubsauger von Miele gibt es für monatlich 10,99 Euro.

Die günstigste Miete liegt monatlich bei 10,99 Euro für einen Staubsauger. Am meisten kostet mit 41,99 Euro pro Monat ein Backofen (Stand August 2022). Im Preis enthalten sind Lieferung, bei Großgeräten wie Herd, Ofen und Waschmaschine die Installation und mögliche Reparaturen.

Ähnlich funktioniert der Service Blue-Movement von BSH Hausgeräte. Es werden zum Beispiel Spül- und Waschmaschinen, Trockner, Kühl- und Gefrierschränke, aber auch Staubsauger, Küchen- und Kaffeemaschinen der BSH-Marken Bosch und Siemens mit Mindestlaufzeiten von drei oder zwölf Monaten vermietet. Das teuerste Produkt ist ein Kaffeevollautomat für 29,99 Euro im Monat.

Angesprochen von solch flexiblen Mieten fühlen sich vor allem Pendler, die an einem Ort leben und einem anderen arbeiten, berichtet der Möbelvermieter Daniel Ishikawa. Aber eine recht neue Zielgruppe entdeckt die Möbelmiete gerade für sich: Menschen, die ressourcenschonender leben wollen.

„Wir merken ganz deutlich, dass vermehrt Menschen an unseren Möbeln interessiert sind, die ihre Einrichtung zwar häufiger verändern möchten, aber nicht alle zwei Jahre auch neue Möbel kaufen wollen. Menschen, die sagen, das wäre nicht nachhaltig“, so Ishikawa. „Damit ist der Altersdurchschnitt unserer Kunden deutlich jünger geworden."  Simone Andrea Mayer, dpa