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Der Kuckuck kommt zurück

Weltbekannte Wanduhr

Sie sind gerade der Renner: Das MyKuckooTeam verwandelt traditionelle Kuckucksuhren in moderne, farbige Designerstücke. Fotos: djd/ mykuckoo.com

Ob mit buntem Ziffernblatt, traditionell aus Holz gefertigt oder im Stil einer Bahnhofsuhr: Wanduhren gehören in vielen Wohn- und Esszimmern fest zur Einrichtung. Dass sie die Uhrzeit anzeigen, ist für viele Menschen häufig zweitrangig - viel wichtiger ist das Design der Uhr. Ein Exemplar, das besonders heraussticht, ist die Kuckucksuhr.

Die Kuckucksuhr ist eine ulkige Erfindung: eine Uhr mit einem Ziffernblatt, das ein Loch oder eine Klappe hat. Daraus kommt zu gewisser Uhrzeit ein Vogel hervor, der ein Kuckuck sein soll. Es ertönt zudem ein Laut, der an einen Kukucksruf erinnern soll. Bis heute ist unbekannt, wer genau die Kuckucksuhren erfunden hat. Im 18. Jahrhundert haben Uhrmacher im Schwarzwald damit begonnen, sie zu bauen.

Kuckucksuhren sind wohl die weltweit bekanntesten Wanduhren. Die zum Teil noch immer aus dem Schwarzwald stammenden Uhren stehen für feine deutsche Handarbeit und sind vor allem bei Touristen beliebt.

Das zeigt eine Auswertung des Statistischen Bundesamts: Als während der Corona-Pandemie keine Reisen stattfanden, sank die Zahl der produzierten Kuckucksuhren in 2020 auf rund 20 100. Das sind weniger als halb so viele wie noch 2019. Denn was für Touristen ein Andenken ist, ist für viele Deutsche eher altbacken.

Doch nicht alle litten unter der Krise. Die beiden Unternehmerinnen Katrín Weskamp und Manuela Richter beispielsweise verkauften über ihren Online-Shop mehr Kuckucksuhren als in den Jahren zuvor.

Ein möglicher Grund dafür: das ausgefallene Design ihrer Uhren. Diese kommen nämlich statt im typisch braunen Holz-Farbton unter anderem in Grün, Blau, Türkis, Rosa, Gold oder Schwarz daher - und fügen sich so harmonisch in das Design moderner Wohn- und Esszimmer ein.

„Uns ist es wichtig, den traditionellen Look der Kuckucksuhr so gut wie möglich Bestandteile zu erhalten“, erzählt Manuela Richter. Die ihrer MyKuckoo-Uhren kaufen sie und Katrin Weskamp daher bei einem Uhrenhersteller aus dem Schwarzwald ein.

Anschließend lackieren und bemalen die beiden Frauen die geschnitzten Einzelteile, auf Wunsch auch individuell. Nachdem alles zusammengefügt ist, blickt man auf eine moderne Kuckucksuhr, inklusive hängender Tannenzapfen und Kuckuck. Dieser ruft ganz traditionell zu jeder vollen Stunde und gibt durch die Anzahl der Rufe die Uhrzeit an, ohne dass die Uhr dafür aufgezogen werden muss.

20100 Uhren Während der Corona-Pandemie sank die Zahl der produzierten Kuckucksuhren in 2020 auf rund 20100. Das sind weniger als halb so viele wie noch 2019.

Wie das klingt, kann man sich auf www.mykuckoo.de anhören. Dabei ist der Kuckuck besonders schlau: Mithilfe eines Lichtsensors weiß er, wann es Nacht ist – und bleibt entsprechend still in seinem Häuschen. Und wer den Ruf auch tagsüber nicht hören möchte, kann ihn über einen Schalter ganz einfach ausstellen. djd