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Stadtgeflüster Schleswig-Holstein-Haus Schwerin: Architekturvortrag zu Herrenhäusern

Schleswig-Holstein-Haus Schwerin: Architekturvortrag zu Herrenhäusern

Das Herrenhaus von Maidla (später Wrangelstein) in Estland, wurde von 1764 bis 67 errichtet. FOTO: THOMAS HELMS

20.02.2020

SCHELFSTADT Schwerin und Tallinn sind seit 1993 offiziell Partnerstädte, doch die historische Gutslandschaft des Ostseeraumes verbindet Estland und Mecklenburg schon seit Jahrhunderten. Reist man durch das Land an der nordöstlichen Ostseeküste entlang, fällt einem schnell die scheinbar vertraute Architektur auf: in der Hauptstadt Tallinn, in der Universitätsstadt Tartu und besonders an den Herrenhäusern im ganzen Land.
     

Wie in Mecklenburg dominierten auch in Estland seit dem 16. Jahrhundert die großen Rittergüter die Landwirtschaft. Zudem hatten die meisten baltischen Rittergüter deutsche Besitzer, deren Vorfahren oft schon Jahrhunderte vorher im Zuge der Christianisierung ins Land gekommen waren. Und obwohl das Land seither zunächst unter schwedischer, später unter russischer Herrschaft stand, änderte das nichts an den Besitzverhältnissen der Güter.
     

Rumpshagen in Mecklenburg. Das Herrenhaus wurde zwischen 1730 und 1732 errichtet. FOTO: NITESHIFT, GEMEINFREI
Rumpshagen in Mecklenburg. Das Herrenhaus wurde zwischen 1730 und 1732 errichtet. FOTO: NITESHIFT, GEMEINFREI

Es gibt den sarkastischen Spruch, dass Armut der beste Denkmalpfleger sei. Für die Zeit zwischen 1945 und 1991 enthält er aber in Estland wie in den meisten Ländern der sowjetisch dominierten Hemisphäre mehr als das berühmte Körnchen Wahrheit: Viele Herrenhäuser blieben durch neue Nutzung erhalten und mit ihnen viele historische Baudetails. Nach der Wiedergründung der Estnischen Republik 1991 wurden viele Herrenhäuser instandgesetzt und können meist besichtigt werden.
     

Zusammen mit ihrem Mann, dem Fotografen und Verleger Thomas Helms, war Sabine Bock häufig in Estland unterwegs. Bereits seit zwanzig Jahren beschäftigt sie sich mit der Architekturgeschichte der Gutshäuser. In ihrem Vortrag unter dem Titel „Herrenhäuser in Estland und Mecklenburg“ zeigt die Architekturhistorikerin und Denkmalpflegerin am Mittwoch, dem 26. Februar, 19 Uhr im Schleswig-Holstein-Haus, an aktuellen Fotobeispielen aus beiden Regionen die große Verwandtschaft aber auch Unterschiede der historischen Kulturlandschaft im Ostseeraum auf.

Veranstaltung des Forums für Geschichte und Volkskund
     

WERK3 AUF REISEN
„Ljodahått“ bringt die Klänge Skandinaviens am 27. Februar, 20 Uhr in die FreshEggsGallery.

WELTGÄSTEFÜHRER-TAG
Schwerins Gästeführer zeigen am 22. Februar in 19 kostenlosen Führungen ihre Lieblingsplätze. Alle Termine unter: http://bit.ly/wgft2020sn

GÜNTHER UECKER WIRD 90!
Am 20. Februar, um 18 Uhr wird die Ausstellung UECKER 90 im Staatlichen Museum Schwerin eröffnet.

VERLÄNGERT
Positionen zur Landschaft – Fotografie aus Mecklenburg-Vorpommern im Kulturforum läuft bis 1. März.

Kinderbilder im Stadthaus

PAULSSTADT „Kinder, malt eure Träume!“: So lautete die Aufgabe im Kunstunterricht des Waisenhauses „Harman“ im Nordirak, einer Region, in der durch Krieg, Flucht und Terror Tausende Familien Unsagbares erlitten.

Die von den Mädchen und Jungen gemalten Bilder werden ab dem 24. Februar im Stadthaus erstmals in Schwerin der Öffentlichkeit präsentiert. Eröffnet wird die Ausstellung an diesem Tag um 10 Uhr im Raum E 070 durch Oberbürgermeister Rico Badenschier und den Vorstandsvorsitzenden Paruar Bako, Gründer des Vereins „Our Bridge e. V.“ aus Oldenburg, der seit mehr als fünf Jahren an einer Brücke von Deutschland nach Khanke im Nordirak baut.


Historische Bahntechnik

PAULSSTADT Am 29. Februar, dem letzten Samstag des Monats, ist das Mecklenburgische Eisenbahn- und Technikmuseum hinter dem Schweriner Hauptbahnhof wieder für die Besucher geöffnet. Alle Eisenbahninteressierten haben von 10 bis 17 Uhr die Möglichkeit, die Ausstellung zu besichtigen.