Sonderthemen

Anzeige

Die Autospezialisten Preissensible Autofahrer

Preissensible Autofahrer

Die Ansprüche der gesetzlichen Gewährleistung können durch die fachgerechte Wartung oder Reparatur in einer freien Werkstatt nicht in Gefahr geraten. FOTO: GVA/MOTOO/TRD/AKZ-O

16.09.2019

OSTFILDERN Pkw-Fahrer in Deutschland geben im Durchschnitt rund 440 Euro im Jahr für die Reparatur und Wartung ihres Autos aus. Das ergibt sich aus den Zahlen des Reports 2019 der Deutschen Automobil Treuhand (DAT). Mit 263 Euro entfällt dabei der Löwenanteil auf Wartungsarbeiten wie Inspektionen; 177 Euro müssen für Ersatz- und Verschleißreparaturen aufgewendet werden, also etwa für neue Bremsen. Die Kosten von Unfallreparaturen sind darin nicht enthalten. Die Kosten für Wartungs- und Reparaturarbeiten sind damit im vergangenen Jahr um durchschnittlich etwa 10 Euro pro Pkw gestiegen.

Gezielt fragen!

Was können Autofahrer also tun, um zu sparen? Die Experten des Gesamtverband Autoteile-Handel e.V. (www.gva.de) raten preissensiblen Autofahrern, auch in herstellergebundenen Werkstätten gezielt nach Teilen des freien Marktes zu fragen. Die Ersatzteile der Zulieferer (die ohnehin rund 80 Prozent der Teile eines Autos produzieren) bieten oftmals Preisvorteile bei gleicher Qualität wie das entsprechende Teil mit Logo des Fahrzeugherstellers. Auch herstellergebundene Betriebe können diese Teile vom freien Markt beziehen und verbauen.
 

Hugo Pfohe

Angst vor Garantieverlust unbegründet

Was viele Autofahrer ebenfalls nicht wissen: Bereits vom ersten Tag an darf man mit seinem Wagen für Wartung und Reparatur in die freie Werkstatt fahren. Diese bietet oftmals Preisvorteile etwa durch geringere Stundensätze. Die Ansprüche der gesetzlichen Gewährleistung können durch die fachgerechte Wartung oder Reparatur in einer freien Werkstatt nicht in Gefahr geraten, denn im Gewährleistungsfall kommt es nicht darauf an, wo der Verbraucher eine Inspektion vorgenommen hat, sondern allein darauf, wer das Problem verursacht hat. Diese Wahlfreiheit gilt nach Auffassung der EU-Kommission auch für kostenlose Neuwagengarantien.

Die Autofahrer in Deutschland können zudem beim Ersatz von defekten Motorhauben, Kotflügeln, Außenspiegeln, Scheiben, Scheinwerfern und Rückleuchten bald auf Entlastung hoffen. So hat die Bundesregierung ein Gesetz verabschiedet, dass den Markt für sichtbare Kfz-Ersatzteile liberalisieren soll. Durch eine Lockerung des Designschutzes könnten Autofahrer hierzulande dann – wie bereits jetzt schon in vielen anderen Ländern in der EU – von mehr Wettbewerb in diesem Marktsegment profitieren. Bislang können die Fahrzeughersteller auf diese Ersatzteile ein Monopol beanspruchen, das es unabhängigen Marktteilnehmern verbietet, solche Produkte zu produzieren oder zu vertreiben. Dadurch zahlen Autofahrer in Deutschland etwa bei einem Unfall mehr für karosserieintegrierte Ersatzteile als in vielen anderen Ländern Europas. trd/akz-o
 


Keine Sorge

Mehr Sicherheit auf dem Motorrad

ESSEN Airbags für Motorradfahrer können das Verletzungsrisiko bei Stürzen reduzieren. Sie lösen im Millisekundenbereich entweder elektronisch oder mechanisch aus. Es gibt diese Systeme als Jacke, Weste, als integrierte Lösung oder zum Überziehen in verschiedenen Preisklassen, berichtet das Institut für Zweiradsicherheit (ifz).

Manche Biker äußerten die Sorge, dass besonders mechanische Systeme versehentlich auslösen, etwa beim Absteigen ohne sich abzuschnallen. Denn hier ist eine Reißleine mit dem Motorrad verbunden.

Doch die nötige Zugkraft fürs Auslösen liege je nach Modell bei 20 bis 30 Kilo, so das ifz. Wer das Abschnallen versehentlich vergisst, spürt einen starken Druck auf der Jacke. So sei ein unbeabsichtigtes Auslösen nahezu unmöglich.


Auf Pause bestehen

Beifahrer muss wachsam sein

Sekundenschlaf ist gefährlich. Um Müdigkeit zu erkennen, sind nicht nur Autofahrer in der Pflicht, auf den eigenen Körper zu hören. Beifahrer sollten ebenfalls wachsam sein und gegebenenfalls eingreifen - und zwar nicht erst, wenn die Person am Steuer schon kurz vorm Einnicken zu sein scheint. Bereits erste Müdigkeitsanzeichen sollte man ernst nehmen und auf eine Pause bestehen, rät der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR). Muss man schnell weiter, wechselt die Person am Steuer einfach auf den Beifahrersitz und ruht sich dort aus.

Ansonsten gilt: Sich an der frischen Luft bewegen oder, noch besser, 10 bis 20 Minuten schlafen und erst dann weiterfahren.