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Fahrzeuginnung Güstrow Mitmachen für mehr Sicherheit

Mitmachen für mehr Sicherheit

Auch nach 63 Jahren ist der Licht-Test brandaktuell: Jedes dritte Fahrzeug war 2018 mit mangelhaftem Autolicht unterwegs. FOTO: PROMOTOR/T. VOLZ

9.10.2019

Jedes dritte Fahrzeug ist mit defektem Licht unterwegs, und von den über 60-jährigen Autofahrern düst jeder fünfte wie ein blindes Huhn durch die Nacht, heißt es vom Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDk). Beide Tatsachen für sich allein sind schon gefährlich, in der Kombination jedoch kreuzgefährlich. In Herbst und Winter brauchen Autofahrer mehr denn je Licht und Sicht. Denn nur wer gut sieht, kommt sicher an. Ohne fitte Augen und funktionierende Fahrzeugbeleuchtung geht es also nicht.  
  

Zum 63. Mal überprüfen rund 37 000 Kfz-Meisterbetriebe im Oktober während des traditionellen Licht-Tests viele Millionen Fahrzeuge. Im Blickpunkt sind Funktion und richtige Einstellung von Scheinwerfern und Leuchten.

Kleine Mängel werden meist kostenlos und auf der Stelle beseitigt, Ersatzteile und umfangreiche Instandsetzungs- und Einstellarbeiten müssen bezahlt werden. Insgesamt erbringen die beteiligten Betriebe mit dem Test unter dem Motto „Mehr Sicherheit durch gutes Licht“ eine geldwerte Leistung in dreistelliger Millionenhöhe.
   

„In Zeiten von LED, Laser und intelligenten Lichtfunktionen ist der Licht-Test keine Sache mehr von Minuten und nur mit modernster Technik und fachlichem Know-how möglich“, betont ZDk-Präsident Jürgen Karpinski den hohen Anspruch der Sicherheitsaktion. „Die Einstellung komplexer intelligenter Scheinwerfer ist daher aufgrund des Zeitaufwands nur mit einem kostenpflichtigen Werkstatttermin zu machen.“ Nach bestandener Prüfung gibt es die Licht-Test-Plakette und damit bei der nächsten Polizeikontrolle eine schnellere Weiterfahrt.

Auch nach 63 Jahren ist die Verkehrssicherheitsaktion brandaktuell. Allein 2018 war jedes dritte Fahrzeug mit mangelhaftem Autolicht unterwegs, jedes zehnte ein Blender. Ganz oben auf der Mängelliste stehen mit knapp 24 Prozent defekte Hauptscheinwerfer, gefolgt von zu hoch oder zu niedrig eingestellten Scheinwerfern mit jeweils rund 10 Prozent. Grund genug, möglichst viele Fahrzeuge in die Werkstätten zu holen.
  

Tiere kennen keine Verkehrsregeln

SICHERHEIT GROßGESCHRIEBEN – für Fahrzeugführer und Jäger gleichermaßen

Bei Warnschilder sollten Autofahrer die Geschwindigkeit deutlich drosseln.FOTO: REINWALD/DJV
Bei Warnschilder sollten Autofahrer die Geschwindigkeit deutlich drosseln.
FOTO: REINWALD/DJV

Von Oktober bis Januar finden Verkehrsteilnehmer in Waldgebieten wieder vielerorts Warnschilder wie „Achtung Jagd“. Diese weisen an Straßen und Wegen darauf hin, dass eine Bewegungsjagd stattfindet – auch Treib- oder Drückjagden genannt. Wildtiere und Jagdhunde können dann Straßen auch tagsüber überqueren. Autofahrer werden gebeten, die Warnschilder zu beachten und die Geschwindigkeit deutlich zu drosseln, heißt es vom Deutschen Jagdverband.
  

Bewegungsjagden dauern etwa zwei Stunden und ermöglichen eine effektive und zugleich schonende Bejagung des Wildes. Treiber und speziell ausgebildete Hunde haben die Aufgabe, Wildschweine, Rehe und Hirsche aufzuspüren. Die Wildtiere sollen möglichst ruhig unterwegs sein, eine Hetze ist verboten. So haben Jäger genügend Zeit, gemäß der strengen Vorgaben Tiere auszuwählen und zu erlegen. Allein das Wildschwein könnte ohne Jagd seine Bestände jährlich verdreifachen. Die Folge wären große Schäden in Wäldern und auf landwirtschaftlichen Flächen, so die Information des Deutschen Jagdverbandes. DJV