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ZITRONAT UND ORANGEAT im Weihnachtsgebäck Manche mögen’s, manche nicht

Orangeat und Zitronat werden gern auch in Weihnachtskeksen verarbeitet. FOTO: ADOPESTOCK

6.01.2022

Am grüngelben Zitronat und dem orangefarbenen Orangeat scheiden sich die Geister: Die alljährliche Debatte in der Weihnachtszeit, ob das geplante Gebäck „mit oder ohne“ hergestellt wird, ist in vielen Familien Ritual. Beide Backzutaten sind geradezu umwerfend süß und pur kaum genießbar. Dem Teig aber geben sie eine interessante würzige Note, die Stollen, Früchtebrot, Lebkuchen und Plätzchen hervorragend abrunden kann. Der Name ist allerdings nicht Programm, denn Zitronat und Orangeat werden traditionell nicht aus Zitronen und Orangen hergestellt.

Zitronat wird aus den Schalen der Zedrat- oder Zitronatzitrone (Citrus medica) gewonnen. Deren lateinischer Name deutet auf die ursprüngliche Heimat der Pflanze hin: Medien, ein Land des Altertums im heutigen Iran. Der Anbau konzentriert sich heute auf Italien (Kalabrien), Frankreich (Korsika), Griechenland (Rhodos, Naxos), Marokko sowie Puerto Rico. In Israel werden die Früchte ausschließlich für religiöse Zwecke (Laubhüttenfest) produziert. Die je nach Sorte 200 bis 800 Gramm, seltener bis zwei Kilogramm schwer werdenden Früchte haben vergleichsweise wenig Fruchtfleisch, dafür aber eine außergewöhnlich dicke Schale. Diese nutzt man zur Herstellung von Konfitüre, Zitronat und Likör. Wegen ihres hohen Gehaltes an ätherischen Ölen ist sie auch für die Parfumherstellung von Bedeutung.

Orangeat wird aus Bitterorangen (Citrus x aurantium), auch Pomeranzen genannt, hergestellt. Die Bitterorange ist ursprünglich aus einer Kreuzung von Mandarine und Pampelmuse in einem Gebiet von Südwestchina und Nordostindien entstanden. Heute erfolgt ihr Anbau vor allem in Spanien sowie in Italien, Marokko und Südafrika. Die Frucht ist aufgrund des hohen Bitterstoffgehaltes für den Frischverzehr ungeeignet, aber begehrt für die Herstellung bitterer Orangenmarmelade, Orangeat, Likören und Bittergetränken. Die Pomeranze hat eine dickere, unebenere Schale als die Orange und wird ebenfalls zur Gewinnung von Duftwässern verwendet.

Zitronat, auch als Sukkade bekannt, und Orangeat entstehen durch das Kandieren der Fruchtschalen. Dazu werden die halbierten Früchte zunächst durch Einlegen in Salzwasser fermentiert, bis die Schale ein glasiges Aussehen erreicht hat. Anschließend werden Fruchtfleisch und Kerne entfernt und die Hälften einige Tage in Frischwasser entsalzt.

Beim eigentlichen Kandierprozess werden die Hälften in einem Zucker-Glukosesirup-Gemisch über mehrere Tage mit langsam ansteigender Konzentration erhitzt, bis ein Zuckergehalt von mindestens 65 % in der Frucht erreicht ist. Dadurch wird ein späteres Auskristallisieren verhindert. Nach leichtem Antrocknen erfolgt meist noch eine Glasur der Oberfläche mit Zuckerguss. Das Endprodukt ist dickfleischig, im Schnitt speckartig, durchscheinend und von süßem, aromatischwürzigem Geschmack. Für die Weihnachtsbäckerei werden zwar überwiegend die preiswerten, bereits in kleine Würfel vorgeschnittenen Stücke, angeboten, geschmacklich intensiver und saftiger in der Konsistenz ist aber Zitronat und Orangeat in ganzen Schalenhälften. Diese gibt es zum Beispiel im Online-Versandhandel oder auf Wochenmärkten an Ständen mit Trockenfrüchten. BZFE


Gottesdienst am Heiligen Abend

PRITZWALK In der St. Nikolaikirche in Pritzwalk wird am Heiligen Abend um 14 und um 17 Uhr ein Gottesdienst gefeiert. Beide Gottesdienste finden in der großen Kirche und nicht in der Taufkapelle statt. Für beide Gottesdienste ist eine Anmeldung im Gemeindebüro nötig. Die Zahl der Teilnehmenden ist begrenzt. Bis zum 22. Dezember ist eine Anmeldung per Mail (gb-pritzwalk@kirchenkreis-prignitz.de) oder telefonisch (03395/302240) zu folgenden Zeiten möglich: Di. und Mi. 10 bis 13 und Do. 10 bis 18 Uhr. Bei der Anmeldung werden Name und Telefonnummer aufgenommen. Im Gottesdienst muss ein Mund-Nasen-Schutz getragen und die nötigen Abstände eingehalten werden.

Die Gottesdienste an den Dorfkirchen im Pfarrsprengel Pritzwalk finden unter freiem Himmel statt. Dafür ist keine Anmeldung nötig.

Wer hat ihn erfunden?

DER WEIHNACHTSMANN

Hat Coca-Cola den Weihnachtsmann erfunden? Nein. Das rot-weiße Gewand geht tatsächlich auf eine Werbekampagne des Unternehmens zurück. Aber die Figur gab es in Deutschland bereits im 19. Jahrhundert.


Trinkflasche für unterwegs

In der Stadtinfo ist die Trinkflasche erhältlich. FOTO: STADT PERLEBERG
In der Stadtinfo ist die Trinkflasche erhältlich. FOTO: STADT PERLEBERG

ROLANDSTADT-DESIGN

PERLEBERG Die Stadtinformation Perleberg hat ein neues Produkt in ihrem Sortiment, eine praktische Trinkflasche für unterwegs. Die Glasflasche fasst 500 ml und wird von einer abnehmbaren, schwarzen Neoprenhülle ummantelt, die mit dem Rolandstadt-Logo bedruckt ist. Die Trinkflasche ist in der Stadtinformation Perleberg, Großer Markt 12 erhältlich.