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Natürlich von hier Lewitzwerkstätter im Parchimer Giebelhaus für geistig Behinderte

Lewitzwerkstätter im Parchimer Giebelhaus für geistig Behinderte

Gemütliche Kaffeerunde dort, wo die gerontopsyhiatrische Begegnungsstätte sein wird.

27.02.2020

PARCHIM - Einmal im Jahr treffen sich ehemalige Mitarbeiter der Lewitzwerkstätten, die sich im Ruhestand befinden, auf Einladung der Geschäftsführung. Da gab es Treffen in Ludwigslust, in Dömitz, im Parchimer Würfel, in der Ludwigsluster Werkstatt und anderen Orten.

In diesem Jahr kamen 27 ehemalige Lewitzwerkstätter zum nunmehr 10. Mal zusammen und erlebten eine Premiere. Sie trafen sich nämlich im Giebelhaus und waren somit die ersten Besucher, die erste fertige Räume sehen durften.
  

Bei Kaffee und Kuchen, einem Glas Sekt, diese Kulinarien gab es dort, wo die gerontopsychiatrische Begegnungsstätte beheimatet sein wird, kamen die Rentner ins Gespräch. Viele sehen sich einmal im Jahr, eben bei diesen Treffen. Und sie waren alle neugierig, was Lewitzwerkstätten-Geschäftsführer Marko Schirrmeister zum Giebelhausprojekt zu erzählen hatte, bevor es durch die drei nebeneinander liegenden Häuser ging.
  

Lewitzwerkstätten-Geschäftsführer Marko Schirrmeister führt durch das Giebelhausprojekt.
Lewitzwerkstätten-Geschäftsführer Marko Schirrmeister führt durch das Giebelhausprojekt.

Zunächst gab es aber wichtige Details zum Projekt, das von der Wobau errichtet und von den Lewitzwerkstätten gemietet wird. „Fünf Einrichtungen werden hier einziehen“, informierte Marko Schirrmeister.

Dort, wo die Senioren in gemütlicher Runde zusammen gekommen waren, stehen älteren psychisch erkrankten Menschen 15 Plätze in einer Begegnungsstätte zur Verfügung. „Etwas Vergleichbares gibt es weit und breit nicht“ , so der Geschäftsführer.

Vom Erdgeschoss ging es bis ganz nach oben, 40 Stufen per Treppe oder per Fahrstuhl, beides ist möglich.
 

Ein Kleinod, ein historischer Balken bleibt sichtbar.
Ein Kleinod, ein historischer Balken bleibt sichtbar.

Dort befindet sich ein großer Wohnbereich für sechs Personen. Jeder Bewohner wird sein eigenes Zimmer mit einem kleinen Vorflur haben. Es gibt einen großen Gemeinschaftsraum mit einer schmucken und modernen Küche. Im benachbarten Gebäude gibt es einen weiteren Wohnbereich, ebenfalls für sechs geistig behinderte Menschen.

Eine Etage tiefer befindet sich die psychosoziale Wohnstätte, dort ziehen die Bewohner vom Neuen Markt ein.

Im Giebelhaus nimmt die Tagesstätte für geistig behinderte Menschen Formen an und im Erdgeschoss des Giebelhauses, das noch komplett Baustelle war, wird es einen Raum für Beschäftigung, sprich Ergotherapie und einen kleinen Sportraum geben, die Lebenshilfe mit mehreren Angeboten zieht dort ebenfalls ein.

Die Rentner waren auch die ersten Besucher, die eine Führung durch das Haus, das nur noch wenig einer Baustelle glich, erhielten.
  

Diese Fächer erinnern daran, dass hier Bankgeschäfte abgewickelt wurden.
Diese Fächer erinnern daran, dass hier Bankgeschäfte abgewickelt wurden.
Auf dem Parkplatz hinter dem Ensemble können Rollstuhlfahrer in aller Ruhe in die Autos ein- und aussteigen.
Auf dem Parkplatz hinter dem Ensemble können Rollstuhlfahrer in aller Ruhe in die Autos ein- und aussteigen.

Schon am 23. März werden die ersten Bewohner einziehen, dann besteht auch keine Möglichkeit mehr, die oberen Räume zu besichtigen.

Dazu erhalten Parchimer und Gäste am 21. März die Gelegenheit. Nach der offiziellen Einweihung des Hauses wird ab 12.30 Uhr zu einem Tag der offenen Tür eingeladen. Dann können die Besucher das mehr als 400 Jahre alte Giebelhaus sowie die benachbarten Gebäude, Marstall 1, das bereits bestand und saniert wurde und der Neubau, Marstall 2, in Augenschein genommen werden. Die Besucher werden erleben, dass Historisches gepaart mit Neuem und Modernem zu erleben sein wird. ILONA LANGER