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Weihnachtsgrüße Freiwilliges Soziales Jahr Kultur in der Kunstmühle Schwaan

Freiwilliges Soziales Jahr Kultur in der Kunstmühle Schwaan

Anai Tolaba (l.i.B.) und Frauke Wettengel beschäftigen sich als FSJlerinnen im Bereich Kunst mit der Bekanntmachung des Kunstmuseums Schwaan über soziale Netzwerke. FOTO: KERSTIN ERZ

20.12.2019

SCHWAAN „Für uns ist das auch neu, deshalb müssen wir gemeinsam lernen. Aber wichtig ist, dass die Projekte nicht für die Schublade gemacht werden, sondern anwendbar, für alle sichtbar sind“, so der Leiter der Kunstmühle Schwaan.

Sie haben Neuland betreten, Museumsleiter Heiko Brunner und seine Mitarbeiterin Eleonore Pahlke. Sie haben sich als Einsatzstelle für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im Bereich Kultur angemeldet und zwei Stellen ausgeschrieben. „Das Freiwillige Soziale Jahr im Bereich Kultur gibt es erst seit zwei Jahren. Mecklenburg-Vorpommern ist eines der wenigen Länder Deutschlands, die das FSJ auf den Bereich Kultur erweitert haben. Das kommt uns nun zugute, denn wir haben Unterstützung“, so Heiko Brunner.

Frauke Wettengel aus Rostock und Anai Tolaba aus Berlin haben sich auf die Ausschreibung „Museumsarbeit und Social media“ beworben. Ziel ihrer Arbeit soll sein, das Kunstmuseum Schwaan mit den einzelnen Ausstellungen und Projekten über andere Medien, wie Facebook und Instagram zu verbreiten und gleichzeitig werden die beiden jungen Frauen mit einem speziellen Projekt betraut. Frauke ist im Oktober gekommen und wird bis zum 31. August 2020 bleiben. Im ersten Monat hat sie sich erstrangig mit Instagram beschäftigt und eine Internetseite eingerichtet, die bereits 56 Follower hat. Nebenbei unterstützte sie die Museumsmitarbeiter bei der Vorbereitung einer neuen Ausstellung. Es sind Bilder zu transportieren, zu ordnen, zu sortieren und zu entscheiden, was passt zur Ausstellung und diese Bilder sind dann zu erfassen. „Wir haben Frauke in unsere ganz normale Museumsarbeit mit eingebunden. Das war schon eine Umstellung für die junge Frau, die aus der Schule in eine 40-Stunden-Arbeitswoche umstieg“, weiß Brunner. Anai war erst im November gekommen. Sie wird bis Ende Juli bleiben. Ihre Aufgabe ist, die Kunstmühle über Facebook bekannt zu machen. „Ich habe mich noch nie mit Facebook befasst. Kannte das überhaupt nicht. Deshalb muss ich mich da erst einarbeiten und schauen, was man posten kann“, erklärte sie.

Wichtig für Heiko Brunner ist aber auch, dass beide FSJlerinnen sich mit einem eigenen Projekt beschäftigen. Frauke soll unter dem Projekttitel „Deutschland summt“ die Natur und die Bienen mit der Kunst verbinden. Dazu ist vorgesehen, dass im Park eine Fläche naturbelassen bleiben und diese Fläche mit Kunst und Künstlern vereint und so zum Ruhepol für die Besucher werden soll. „Frauke wird von ersten Gesprächen bis zum fertigen Projekt dabei sein“, so Eleonore Pahlke.

Anai kann gut zeichnen. Deshalb dachten sich die Mitarbeiter der Kunstmühle für sie die Erstellung eines Kinderbuchs in Heftform zum Kunstmuseum aus. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass sich die Kinder schnell langweilen, während die Eltern interessiert durchs Museum gehen. Deshalb soll Anai etwas entwickeln, was den Kindern den Spaß an der Kunst vermittelt.“

Damit haben die beiden jungen Mädchen ein volles Aufgabenprogramm in ihrem fast einen Jahr FSJ Bereich Kunst. Für Anai sind die Begleitumstände derzeit allerdings etwas ungünstig. Während Frauke nach der Arbeit täglich nach Hause fährt, ist das für die junge Berlinerin Anai nicht möglich. Deshalb sucht der Museumsleiter dringend für sie ein möbliertes Zimmer in Schwaan, vielleicht sogar mit Familienanschluss, damit ihr Alleinsein nach der Arbeit nicht zu Heimweh und Unlust auf der Arbeit führt. KERSTIN ERZ
     

Wann ist eigentlich Weihnachtszeit?

DIE RELIGIONSZUGEHÖRIGKEIT entscheidet über die Antwort auf diese Frage

Im Einzelhandel stapeln sich schon seit September die Schokoladenweihnachtsmänner – das ist zu früh, denken da viele. Doch wann ist genau die Weihnachtszeit? Am Ende eines jeden Kirchenjahres steht Ende November der Ewigkeits- oder Totensonntag. Das neue Kirchenjahr beginnt daraufhin mit den vier Adventssonntagen. In dieser Zeit trifft man sich auf den Weihnachtsmärkten. Ein buntes Treiben ist üblich, bevor man sich auf den Weg macht, die Weihnachtsgeschenke zu besorgen. Früher war die Adventszeit eine Fastenzeit. Daran erinnert heute nichts mehr. Am 24. Dezember wird am Heiligen Abend die Geburt des Christkindes gefeiert. Dies ist übrigens kein gesetzlicher Feiertag, im Gegensatz zum 1. und 2. Weihnachtstag, mit denen die eigentliche Weihnachtszeit beginnt. Doch die schwierigste Frage ist: Wann endet diese? In den evangelischen Kirchen schon an Epiphanias, der Erscheinung des Herrn am 6. Januar. Für die katholischen Kirchen dauert die Weihnachtszeit bis zur Taufe Jesu am Sonntag nach dem 6. Januar oder streng genommen erst an Mariä Lichtmess am 2. Februar. Also wundern Sie sich nicht, wenn Ihnen z.B. am 5. Januar „Frohe Weihnacht!“ gewünscht wird. V.D.HEIDE