Sonderthemen

Anzeige

Recht im Alltag – Arbeitsrecht Kündigungsschutz: Was man bei einer Kündigung wissen sollte!

DIE WICHTIGSTEN FAKTEN kurz und knapp zusammengefasst

Gut vorbereitet ins Gespräch gehen. FOTO: CHRISTIN KLOSE/DPA-TMN

30.03.2021

Das Arbeitsrecht enthält die Rechte und Pflichten für Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Hier findet man die Rahmenbedingungen für die Zusammenarbeit beider Seiten, aber auch die gegenseitigen Verpflichtungen. Das Arbeitsrecht sorgt dafür, dass bei Unstimmigkeiten die Interessen beider Parteien gewahrt werden. Oftmals fehlt den Arbeitnehmern aber das Wissen über ihre Rechte. In dieser Ausgabe beschäftigen wir uns mit dem Kündigungsschutz.

Nach § 1 Abs. 1 KSchG entsteht der Schutz des Kündigungsschutzgesetzes erst dann, wenn das Arbeitsverhältnis des Beschäftigten in demselben Unternehmen länger als sechs Monate ohne Unterbrechung bestanden hat. Die Wartezeit beginnt mit Beginn des Arbeitsverhältnisses. Besonderen Kündigungsschutz haben vor allem schwerbehinderte und ihnen gleichgestellte Arbeitnehmer, Schwangere und Mütter, aber auch Personen, die Elternzeit in Anspruch nehmen (bzw. beantragt haben). Auch Betriebs- und Personalräte sowie andere Mandatsträger des Betriebsverfassungsgesetzes bzw. unkündbare Arbeitnehmer haben Sonderrechte.

Nach dem Kündigungsschutzgesetz muss einer der folgenden Kündigungsgründe vorliegen, damit die Kündigung wirksam ist: eine betriebsbedingte, eine verhaltensbedingte oder eine personenbedingte Kündigung. Als Kündigungsarten kommen mehrere Varianten in Betracht: die ordentliche Kündigung. die außerordentliche (meistens fristlos) Kündigung aus wichtigem Grund. die Änderungskündigung (Arbeitsbedingungen werden angepasst).

Die Dauer der Kündigungsfrist ergibt sich grundsätzlich aus dem Gesetz bzw. aus dem unterzeichneten Arbeitsvertrag. So lange die Kündigungsfrist läuft, müssen Sie weiter zur Arbeit gehen. Bei einem Aufhebungsvertrag vereinbaren Arbeitnehmer und Arbeitgeber gemeinsam die Auflösung des Arbeitsverhältnisses. Hierbei kann es für den Arbeitnehmer zur Sperrung des Arbeitslosengeldes kommen, wenn nicht sofort eine neue Beschäftigung aufgenommen werden kann. Achtung, bei Insolvenz verkürzt sich der Kündigungsschutz auf maximal drei Monate, egal wie lange man im Unternehmen tätig war. Bei weiteren Fragen stehen in Schwerin und Umgebung verschiedene Rechtsanwälte mit Rat und Tat zur Verfügung. Eine Rechtsschutzversicherung kann helfen, die Kosten für eine Beratung zu Minimieren. HEIKE MEX