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Weihnachtszauber Klassiker zum Reinbeißen

Klassiker zum Reinbeißen

Schon das Knacken beim Reinbeißen in den Schokoweihnachtsmann verbinden viele mit Kindheitserinnerungen. FOTO:JENS KALAENE

17.12.2019

Ein roter Mantel auf der dünnen Folie, beim Auspacken knistert es. In die Schokolade eingeritzt ein langer Bart, beim Reinbeißen knackt es. Der Schokoweihnachtsmann ist ein Klassiker der Weihnachtszeit. Doch was macht ihn überhaupt so unwiderstehlich? Schokoladen-Sommelière Stefanie Bengelmann kennt sein süßes Geheimnis. „Viele bevorzugen den Schokoladenweihnachtsmann, weil die verwendete Schokolade dünner ist als in der klassischen Tafel“, weiß die Expertin. Es käme aber noch ein anderer Grund dazu: Der Nostalgie-Faktor. „Ein Schokoweihnachtsmann weckt bei vielen Kindheitserinnerungen. Man denkt beim Genießen an Traditionen und das besondere Flair der Weihnachtszeit. Das geht mir übrigens genauso“, schwärmt Bengelmann. Deshalb stellt sie in ihrem eigenen Betrieb auch am liebsten Schoko-Figuren her. „Sogar lieber als klassische Tafeln, denn die Schokostatuen kann man noch viel raffinierter verfeinern“, sagt die Schokoladenkünstlerin. Man könne etwa persönliche Botschaften und grafische Details in die erkaltete Kakaomasse ritzen oder die Figürchen mit Marzipanapplikationen verschönern.
        

  

„Zunächst braucht man eine saubere, spezielle Schokoladenform. Sie sollte frei von Wasser, Fettschlieren und Spülmittelresten sein“, erklärt die Expertin. Denn solche Rückstände sehe man sonst auf der fertigen Figur.

Vor dem Befüllen mit der geschmolzenen Schokolade sollte man die Form mit einem Wattebausch polieren. „Wenn sie schön glänzt, dann sieht man das auch auf der fertigen Figur“, verrät Bengelmann ihr Geheimnis.

Auch wenn die Schokofiguren sehr dünn erscheinen, sie sind in Wahrheit vielschichtig. „Jede Form wird im Schnitt zwei Mal mit Schokolade gefüllt. Bei größeren Figuren sind es sogar fünf Durchgänge“, sagt die Schokoladen-Sommelière. Damit es mit der heimischen Herstellung der Figuren klappt, sei es wichtig, nicht zu dickflüssige Schokolade zu verwenden. Bengelmann hat noch einen Tipp parat: Die flüssige Schokomasse mit einem Backpinsel in die Weihnachtsmannform streichen. Das ginge einfacher als eingießen. Eine kleine Herausforderung ist es allerdings, die Schokolade einzuschmelzen. dpa