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Arbeitsagentur bildet selbst Nachwuchs aus

GEEIGNETE BEWERBERINNEN UND BEWERBER werden schon jetzt gesucht

Bewerbungsschluss für die Ausbildungsstellen ist der 31. Oktober 2022 FOTO: AGENTUR FÜR ARBEIT

SCHWERIN. Viele junge Menschen verbinden mit der Arbeitsagentur die Berufsberatung oder das Berufsinformationszentrum: Hier finden sie Hilfe, wenn sie sich über Ausbildungsberufe und Studiengänge informieren möchten. Dabei gehört die Bundesagentur für Arbeit selbst zu den größten Arbeitgeberinnen in Deutschland und bietet eigene Ausbildungsberufe und duale Studiengänge an.

Bereits jetzt startet die Suche nach Bewerberinnen und Bewerbern für den Ausbildungs- und Studienbeginn 2023. Ab sofort können sich Interessierte für den Ausbildungsberuf „Fachangestellte/r für Arbeitsmarktdienstleistungen" sowie für das duale Studium ,,Bachelor of Arts" in den Fachrichtungen ,,Arbeitsmarktmanagement" und Beratung für Bildung, Beruf und Beschäftigung" bewerben. Für den Beruf ,,Fachangestellte/r für Arbeitsmarktdienstleistungen" werden junge Leute mit gutem Realschulabschluss gesucht. Die Ausbildung dauert drei Jahre und findet in einer Agentur für Arbeit, im Jobcenter sowie bei der Familienkasse statt. Hier finden sich auch die späteren Einsatzgebiete der Arbeitsmarktfachleute. Sie unterstützen mit ihrem Wissen Fachkräfte aus den Bereichen Berufsberatung und Arbeitsvermittlung und stehen in direktem Kontakt zu den Kundinnen und Kunden. Sie informieren und beraten Arbeitsuchende und Arbeitslose in allen Bereichen rund um die Themen ,,Arbeit" und "Beruf".

Für das duale Studium benötigt man ein Abitur oder die Fachhochschulreife. An der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit (in Mannheim und Schwerin) erwerben die Studierenden in drei Jahren den Abschluss ,,Bachelor of Arts". Statt Studiengebühren und BAföG gibt es während der kompletten Studienzeit eine Ausbildungsvergütung.

Die Ausbildungs- und Studierendenstellen für 2023 sind im Karriereportal der Bundesagentur für Arbeit unter www.arbeitsagentur.de/ba-karriere veröffentlicht.

Die Bewerbung erfolgt ausschließlich online über dieses Karriereportal. Bewerbungsschluss für die Ausbildungsstellen ist der 31. Oktober 2022. Interessenten für das duale Studium müssen sich bis zum 31. Dezember 2022 bewerben.


Tipps für den Realitätscheck

TRAUM VON DER Vier-Tage-Woche umsetzen?

Das Arbeitszeitmodell einer Vier-Tage-Woche stößt auch bei Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in Deutschland auf großes Interesse. Weniger arbeiten, mehr Zeit für Familie und Hobbys, wer würde da schon Nein sagen?

Viele Annahmen, die mit dem neuen Arbeitszeitmodell verbunden sind, können sich aber als Irrtum erweisen. Ufuk Altun vom Institut für angewandte Arbeitswissenschaft (ifaa) erklärt, welche Punkte Beschäftigte vorab unbedingt prüfen sollten.

Tipp 1: Genaue Bedingungen klären

Eine Vier-Tage-Woche ist nicht überall gleich. Beschäftigte sollten vorher klären, um welches Arbeitszeitmodell es sich handelt - und ob sich ihre Arbeitszeit wirklich reduziert.

Unter dem Begriff Vier-Tage-Woche werden nämlich ganz unterschiedliche Arbeitszeitmodelle zusammengefasst. Zum Beispiel: Die Vier-Tage-Woche mit kürzerer Arbeitszeit und weniger Gehalt, die Vier-Tage-Woche mit kürzerer Arbeitszeit und gleichbleibendem Gehalt oder eine Vier-Tage-Woche mit gleichbleibender Arbeitszeit und gleichbleibendem Gehalt.

Tipp 2: Mit Lebensumständen abgleichen

Wer sich für eine Vier-Tage-Woche interessiert, sollte zudem klären, ob das Modell tatsächlich die Gesundheit und Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben fördert. Eine Vier-Tage-Woche bedeute nicht immer automatisch, dass Angestellte produktiver und flexibler sind - und ein Arbeitsausgeglicheneres und Privatleben haben, so Ufuk Altun.

Studien zufolge können kürzere Arbeitszeiten mit gleichbleibendem Einkommen zu mehr Stress und zusätzlicher Belastung im Beruf und Privatleben führen.

Tipp 3: Realitätscheck: Geht das in meinem Job?

Nicht zuletzt sollten Beschäftigte klären, ob das Modell in ihrem Beruf überhaupt machbar ist. Eine Vier-TageWoche sei nicht in allen Branchen flächendeckend umsetzbar, so Altun.

In zahlreichen Branchen etwa müssen Kunden oder Patienten rund um die Uhr versorgt werden. Zur Realität gehört auch: In vielen Fachbereichen fehlt es derzeit an Personal. Ob sich Arbeitgeber dann tatsächlich auf eine einlassen, Vier-Tage-Woche ist fraglich. DPA-MAG