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Grüße zum Fest Höfische Weihnacht im Schweriner Schloss

Höfische Weihnacht im Schweriner Schloss

Landtagspräsidentin Birgit Hesse und die Mitglieder des Schlossvereins bei der Eröffnung der Höfischen Weihnacht. FOTO: KLAWITTER

23.12.2019

ALTSTADT Seit diesem Jahr ist der Innenhof des Schweriner Schlosses vollständig saniert. Was liegt da näher als die Frage, ob man nicht auch einen Weihnachtsmarkt an diesem Ort veranstalten kann?Der Verein der Freunde des Schweriner Schlosses e.V. setzt sich schon seitlängerem dafür ein. 

Im Herbst nahm die Idee einer „Höfischen Weihnacht“ Gestalt an. Ende Oktober erhielt Andre Harder von der Werbe- und Eventagentur „büro v.i.p.“ den Auftrag, den Markt zu gestalten. Zu diesem Zeitpunkt sind die Kunsthandwerker, die Anbieter von weihnachtlichem Essen und Trinken und Künstlergruppen normalerweise, langfristig gebunden, auf anderen Weihnachtsmärkten unterwegs. Es ist der Agentur unter Nutzung aller Netzwerke und mit großer Unterstützung durch die Landtagsverwaltung trotzdem gelungen, den Schwerinern und Gästen ein dem Schloss angemessenes weihnachtliches Ambiente zu bieten. Als Kooperationspartner sprach das büro v.i.p. auch den Schlossverein an und es entstand die Idee, durch kostümierte Vereinsmitglieder die besondere Atmosphäre des Marktes zu unterstreichen. Das Problem dabei: Weil die Schlossfeste im Sommer stattfinden, verfügen die meisten Vereinsmitglieder über keine Winterbekleidung entsprechend der Mode des 19.Jahrhunderts. Die Arbeitsgruppe Historische Bekleidung des Vereins, die sogenannten Hof(N)adeln, machten sich ans Werk und nähten warme Capes, nach historischen Schnitten in verschiedenen Farben. Sie stehen nun den Frauen für ihre Auftritte auf dem Hof zur Verfügung. Jeden Tag können die Besucher der „Höfischen Weihnacht“ die Mitglieder des „Hofstaates“ in der Zeit zwischen 15 Uhr und 19 Uhr erleben. Gemessen an den Möglichkeiten des herausragenden Ambientes mag der Weihnachtsmarkt im Innenhof des Schlosses manchem als nicht ausreichend erscheinen, gemessen an der kurzfristigen Vorbereitung ist es eine Höchstleistung, aber eben nur ein erfolgversprechender Anfang. Um dem Titel „Höfische Weihnacht“ gerecht zu werden, darin sind sich alle Beteiligten einig, sollte es ein hochwertiges kunsthandwerkliches Angebot geben. Und auch über die Anzahl von Ständen für das leibliche Wohl der Besucher wird nachzudenken sein. Aber: Der Platz des Hofes ist begrenzt und die Brandschutzvorgaben sind im Schloss hoch. Der Schlossverein wird an der Auswertung des ersten Weihnachtsmarktes auf dem Schlossinnenhof mit Sicherheit beteiligt sein und ist schon sehr gespannt auf das finanzielle Ergebnis, denn der Überschuss aus den Eintritten nach Abzug der Kosten soll dem Schlossverein als Spende für seine Projekte zugunsten des Schlosses zufließen. DR. IRMELA GREMPLER