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GrillGUT Grillt nicht - gibt’s nicht!

Eine Betrachtung über das Grillen in unserer Zeit, guten Geschmack und Wahnsinn

Norbert Bosse und Fleischermeister Stefan Pistol (v.l.n.r.). FOTO: NORBERT BOSSE

2.04.2021

Für viele Menschen ist es heute immer noch unerklärlich, warum um das Grillen oder neudeutsch gesagt „BBQ“, so ein Wirbel gemacht wird. Es ist in den vergangenen Jahren gefühlt ein ganzer Industriezweig darum entstanden. Grillgeräte mit beachtlichen Ausmaßen, Holzkohle in diversen Varianten, Zuschnitte beim Fleisch,, die bis dato kein Mensch hierzulande kannte, und Deutsche und internationale Meisterschaften stehen für BBQ – Barbecue, typisch amerikanisches Grillen! Zubereitet wird heute in allen 12 Monaten, immer nach dem Motto: Grillt nicht – gibt´s nicht! Kaum etwas ist sicher davor, auf den glühenden Rost gelegt zu werden.

Eine gute Vorbereitung ist auch beim Grillen das A und O in der Küche oder auf der Terrasse. Hier sind einige Tipps für beste Ergebnisse:

Ein guter Gastgeber weiß, was seine Gäste essen mögen oder ist auf alle Eventualitäten vorbereitet. Kaufen Sie von jedem etwas ein.

Prinzipiell kann alles, was es an Fleisch am Markt gibt, gegrillt werden. Es kommt auf die Temperatur und die Fleischstruktur an. Wichtig auch hier: Die Qualität der Ware! Erkundigen Sie sich genau, z.B. beim Metzger, wo das Fleisch herkommt. Am besten ist es, frische Ware zu kaufen und sie ausreifen zu lassen. Dry Age (vorgereiftes Fleisch ist eine sehr gute Variante), aber auch eine Preisfrage. Nehmen Sie Fleisch nie direkt aus dem Kühlschrank und legen es auf den Grill. Geben sie Steaks und Co. die Gelegenheit, sich an die Außentemperatur zu gewöhnen. Sie werden es schmecken. Wenn Sie Bratwürste grillen, nehmen Sie sie rechtzeitig aus der Verpackung und spülen Sie die Würstchen kurz unter warmen Wasser einmal ab. Bei Fisch und Meeresfrüchten ist ganz besonders auf die Temperatur und die Garzeit zu achten. Viel Feuer ist nicht immer die beste Lösung. Fisch zerfällt sehr schnell. Meeresfrüchte sollten vorab mit etwas Öl mariniert werden. Zitronenöl ist hier eine gute Empfehlung! Kommt Gemüse auf den Grill, befassen Sie sich vorab mit den Garzeiten. Paprika und Möhren sind widerstandsfähiger als Kohl oder Pilze zum Beispiel. Gemüse ist besonders für den heißen Stein oder eine Grillplatte (kein offenes Feuer) geeignet. Wenn Sie für größere Gesellschaften grillen und z.B. Jungschweinrücken servieren wollen, sollten Sie größere Fleischstücke im Ofen vorgaren. NORBERT BOSSE