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Fachkräfte gesucht! Für wen eignet sich die Pflegefachausbildung?

NEUE AUSBILDUNGSVERORDNUNG in Kraft getreten

Wer künftig die neue Ausbildung zur Pflegefachfrau absolviert, kommt mit Älteren genauso in Kontakt wie mit Kindern oder Babys. FOTO: ANGELIKA WARMUTH/DPA/DPA-MAG

17.06.2020

Seit Anfang Januar 2020 gibt es die neue Ausbildungsordnung für Pflegeberufe.Die bisherigen Ausbildungsberufe werden in der Berufsausbildung zum Pflegefachmann beziehungsweise zur Pflegefachfrau zusammengefasst. Daraufweist die Bundesagentur für Arbeit auf ihrem Portal „Planet-Beruf“ hin. Bisher hatten sich Azubis von Anfang an zwischen Alten-, Kranken- oder Kinderkrankenpflege entscheiden müssen. Die Ausbildung findet in der Berufsfachschule sowie in Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen statt. Dort lernen die angehenden Pflegefachkräfte, was im Umgang mit Patienten jeden Alters wichtig ist. Wer sich für die Ausbildung interessiert, sollte also viel Einfühlungsvermögen und Verantwortungsgefühl mitbringen. Daneben ist unter anderem körperliche Belastbarkeit wichtig, wenn zum Beispiel ein Patient umgebettet werden muss. Außerdem ist ein mittlerer Schulabschluss nötig, der nach der zehnten Klasse erreicht wird. Wer einen Hauptschulabschluss hat, muss zunächst eine andere Berufsausbildung abschließen, etwa zum Pflegehelfer. Azubis bekommen während ihrer Lehrzeit vom Ausbildungsbetrieb eine Vergütung. Neu ist, dass auch an privaten Berufsfachschulen kein Schulgeld mehr gezahlt werden muss. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend informiert zur neuen Ausbildung auf der Webseite http://pflegeausbildung.net. DPA

Chancen einer Umschulung

Vom Maurer zum Bürokaufmann, vom Lagerarbeiter zum Altenpfleger: Wer beruflich noch einmal ganz neu anfangen will oder muss, kann eine Umschulung machen. Doch was genau ist das eigentlich? „Im eigentlichen Sinn handelt es sich bei einer Umschulung um eine längere, gegebenenfalls geförderte Weiterbildung“, erklärt Thomas Kruppe vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung in Nürnberg. Und zwar mit dem Ziel, einen Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf zu vermitteln. Die Maßnahme sei grundsätzlich für Personen gedacht, die bereits einen Abschluss haben und sich umorientieren möchten oder müssen. DPA


Elektroniker sind gefragte Fachkräfte

Elektroniker, Elektriker und Elektroinstallateure haben derzeit glänzende Berufsaussichten. Laut dem Dekra-Arbeitsmarktreport 2019 sind sie mit einem Anteil von 3,7 Prozent an der Gesamtstichprobe so gesucht wie keine andere Fachkräftegruppe in dem Ranking. Die höchste Nachfrage galt den Software-Entwicklern, Programmierern und Softwarearchitekten. In diesem Jahr befinden sie sich auf Platz zwei (3,4 Prozent). Insgesamt richtet sich gut jedes zehnte Stellenangebot an IT-Kräfte, ein Drittel davon galt der Entwicklergruppe. Auf Platz drei hält sich stabil das Berufsbild Gesundheits- und Krankenpfleger (3 Prozent). Auf den Rängen4bis 10 finden sich der Reihe nach: Vertriebsexperten, Verkaufsmanager, Kundenbetreuer, Altenpfleger, Lagerarbeiter, Servicemitarbeiter und Personalsachbearbeiter. Die Nachfrage nach Altenpflegern (Platz 7) ist dabei signifikant gestiegen. Im Vorjahr belegten sie noch Rang 18.

In der Top Ten ist zum ersten Mal seit Beginn der Erhebung vor elf Jahren kein Ingenieur. DPA