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Wir in der Prignitz Autoservice Hein in Karstädt: 25-jähriges Meisterjubiläum von Mathias Hein

Autoservice Hein in Karstädt: 25-jähriges Meisterjubiläum von Mathias Hein

Am 24. März 1995 hat Mathias Hein seine Meisterprüfung erfolgreich bestanden. Der Meisterbrief hängt in seinem Betrieb. FOTO: MARINA LENTH

16.03.2020

KARSTÄDT Fast hätte Mathias Hein das Datum vergessen, hätte es nicht die Information von der Handwerkskammer Potsdam gegeben: Kraftfahrfahrzeugmechanikermeister Mathias Hein, Inhaber des Zweiradhaus und Autoservice Hein in Karstädt, begeht am 24. März sein 25-jähriges Meisterjubiläum.
 

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An seine Meisterprüfung kann sich Mathias Hein, der zudem auch Obermeister der Kfz-Innung Prignitz ist, noch genau erinnern. „Wir waren sieben Teilnehmer, darunter fünf aus der Prignitz“, erzählt er. „Ich glaube, dass alle bestanden haben“, sagt der 49- Jährige und berichtet von den Umständen, die ihn quasi auf die Meisterschulbank „gezwungen“ haben. Es war ein Schicksalschlag, sein Vater und Inhaber des 1983 gegründeten Betriebes, verstarb plötzlich. Mathias Hein hatte zu diesem Zeitpunkt zwar den Gesellenbrief in der Tasche, der reichte für eine Übernahme jedoch nicht aus. Voraussetzung war der Meister. „Damals hätte man fünf Gesellenjahre nachweisen müssen, um seinen Meister machen zu können. Die hatte ich nicht, konnte aber mit einer Ausnahmeregelung mit der Meisterausbildung beginnen. Ansonsten hätten wir den Laden hier dicht machen müssen.“ Das war jedoch nie eine Option.
 


Seine Ausbildung zum Kfz-Mechaniker hatte Mathias Hein nicht im väterlichen Betrieb absolviert. „Das wollte er nicht und das macht man eigentlich auch nicht“, so der Karstädter, der 1987 mit seiner zweieinhalbjährigen Berufsausbildung begann. „Der Motorradbereich war unser Steckenpferd. Zu Ostzeiten waren wir auf Simson spezialisiert. Aber wir haben auch einen Autoservice angeboten“, erinnert er sich. Das sei gut so gewesen, so kamen im Sommer die Motorrad- und im Winter die Autokunden. Und das ist heute noch so. Seit 1994 ist er Vertragshändler für Kawasaki. Seine Kunden kommen über die Kreisgrenzen hinaus, aus Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt. Beschäftigt sind im Betrieb neben einer Bürokraft ein weiterer Meister, ein Geselle und zwei Lehrlinge.
        

Apropos Ausbildung, die hat für Mathias Hein noch längst nicht aufgehört. Denn er muss als Obermeister der Kfz-Innung jährlich Pflichtlehrgänge besuchen. „Zu den Aufgaben des Innungsobermeisters gehört es zum Beispiel, die Kfz-Betriebe zu kontrollieren.“ Und er hat eine Informationspflicht, führt zweimal jährlich Innungsveranstaltungen durch. MARINA LENTH


Prignitzer Wende. Punkte

Diese Tafel in Lütkenwisch verweist auf das Leben im Sperrgebiet während der innerdeutschen Grenze an der Elbe. FOTOS: LANDKREIS PRIGNITZ
Diese Tafel in Lütkenwisch verweist auf das Leben im Sperrgebiet während der innerdeutschen Grenze an der Elbe. FOTOS: LANDKREIS PRIGNITZ

PRIGNITZ Der Kontrast könnte nicht größer sein. Inmitten der wundervollen Natur- und Flussauenlandschaft an der Elbe mit ihrem weiten Himmel verlief der eiserne Vorhang. Die Prignitz war Grenzland. 14 Menschen verloren allein im Prignitzer Grenzabschnitt ihr Leben bei dem Versuch, die DDR zu verlassen. Heute punktet die Prignitz mit ihrer einmaligen Tier- und Pflanzenwelt und einer der letzten naturnahen Flusslandschaften Mitteleuropas.

Die 52 Kilometer lange Grenzlandtour durch das Drei-Länder-Eck Brandenburg, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt macht die Geschichte der Grenze und Teilung inmitten der Natur- und Kulturlandschaft hautnah erlebbar. Entlang der Route von Wittenberge über Lütkenwisch, Schnackenburg, Stresow und Wahrenberg wieder zurück nach Wittenberge passiert man zahlreiche Relikte der Grenze und Museen, aber auch idyllische Orte und gemütliche Restaurants mit leckerer regionaler Küche. Das Besondere daran: Die Grenzerfahrung lässt sich auf beiden Seiten der Elbe erfahren. Passend dazu gibt es außerdem noch die Neuauflage der „Wende.Punkte“: Der Reiseführer führt an jene Orte in der Prignitz, an denen die Geschichte der Teilung erlebbar ist.