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Auto Ratgeber A.T.U Kfz-Tipps für Prignitz: Benutzung der Batterie im Winter

A.T.U Kfz-Tipps für Prignitz: Benutzung der Batterie im Winter

Ist keine Reparatur möglich, erfolgt der Austausch der Scheibe in Erstausrüsterqualität. FOTO: A.T.U

30.01.2020


Da hat man mühsam am frostigen Morgen die Scheiben freigekratzt, steigt ins Auto, dreht den Schlüssel und – nichts. Nur noch ein müdes Grunzen vom Anlasser, aber der Motor bleibt stumm. Diagnose: Batterie leer.

Doch warum passiert das so oft im Winter? Ganz einfach: Je kälter, desto weniger Strom kann die Batterie liefern. Weil die chemischen Reaktionen in ihrem Innern langsamer ablaufen. Gleichzeitig benötigt ein eiskalter Motor aber mehr Kraft zum Anspringen, die der Anlasser aufbringen muss. Und irgendwann ist dann der Punkerreicht, an dem der Strombedarf des Starters die Leistung der Batterie übersteigt.

Die meisten Pkw sind dafür ausgelegt, auch bei minus 25 Grad zuverlässig anzuspringen. Aber nur, wenn die Batterie einigermaßen vollgeladen ist. Zwar hat sich deren Leistung in den letzten Jahrzehnten rundweg verdoppelt, Anzahl und „Appetit“ der Verbraucher aber auch.

Neben einer beheizbaren Heckscheibe sorgt auch ihr vorderes Pendant für das Abtauen. Dazu kommen die die Außenspiegel und Scheibenwaschdüsen. Im Fahrzeuginneren sorgen derweil ein beheizbares Lenkrad und eine Sitzheizung für wohligen Komfort, ein Soundsystem für exzellenten Klang.

Zum Laden der Batterie bleibt so kaum noch Strom übrig. Erst recht nicht auf Kurzstrecken. Deshalb sollten Autofahrer elektrische Verbraucher mit Bedacht ein- und vor allem auch wieder ausschalten. Erst recht, wenn die Batterie einige Jahre alt ist und an Leistungsfähigkeit eingebüßt hat.

In der Kfz-Werkstatt können die Stromspeicher getestet werden. Die Messgeräte ermitteln Kapazität und Kaltstartstrom. Anschließend gibt die Technik eine Empfehlung zur Batterie-Leistung aus. Damit der Anlasser nicht irgendwann nur noch müde muckt.


Parklicht im Ort

DIESE REGELN gelten bei Dunkelheit

Für ausreichend Licht muss gesorgt werden. FOTO: ARCHIV
Für ausreichend Licht muss gesorgt werden. FOTO: ARCHIV

Die Situation kennen viele Autofahrer: Sie stellen ihr Fahrzeug am Rand einer Straße ab, die nur schlecht oder gar nicht beleuchtet ist. Oder wo etwa die Laternen irgendwann in der Nacht abgeschaltet werden. Darauf weist ein sogenannter roter Laternenring mit schmalen weißen Rand (Verkehrszeichen 394) hin. In solchen Fällen müssen Autofahrer laut Straßenverkehrsordnung innerhalb geschlossener Ortschaften das Parklicht anschalten, erklärt die Expertenorganisation Dekra. Tun sie das nicht, können andere Verkehrsteilnehmer das Auto übersehen. Kommt es dann zu einem Unfall, kann den Halter des abgestellten Autos eine Teilschuld treffen. Das Parklichteinstellung lässt bei abgezogenem Zündschlüssel je nach Bedarf halbseitig links oder rechts am Fahrzeug einen Scheinwerfer und ein Rücklicht bei verminderter Leistung brennen. Beleuchtet werden muss as Auto an der zur Fahrbahn hingewandte Seite. Oft lässt sich das Parklicht mit nach links oder rechts gedrücktem Blinkhebel anschalten. Wie das im Einzelfall genau funktioniert, steht in der Betriebsanleitung.

Außerhalb geschlossener Ortschaften müssen Autofahrer beim Parken in unbeleuchteten Bereichen immer das Standlicht einschalten. Damit brennen beide Scheinwerfer und beide Rückleuchten. Das Parklichtreicht dort nicht aus.