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MeLa-Spezial : Hier ist tierisch was los

Mit rund 1000 Zuchttierrassen ist die Mela eine der größten Tierschauen in Deutschland. FOTO: OVE ARSCHOLL
Mit rund 1000 Zuchttierrassen ist die Mela eine der größten Tierschauen in Deutschland. FOTO: OVE ARSCHOLL
Vom 12. bis 15. September öffnet die Mela wieder ihre Pforten / Premiere für Verbandsschau mit 120 Rindern
Von Wibke Niemeyer

MÜHLENGEEZ Nach drei schwierigen Jahren mit Millionenausfällen fahren die Landwirte in Mecklenburg-Vorpommern wieder eine gute Ernte ein. Ein Grund zum Aufatmen und Feiern. Denn morgen ist es soweit: Für vier Tage öffnet die Mecklenburgische Landwirtschaftsausstellung (Mela) in Mühlengeez bei Güstrow (Landkreis Rostock) zum 29. Mal ihre Pforten, um das gesamte, vielfältige Spektrum der Agrarbranche zu präsentieren.

Vom 12. bis 15. September treffen auf dem weitläufigen Messegelände über 1000 Fach- und Tieraussteller aus dem In- und Ausland, Jungzüchter, Landtechnik-Oldtimer, Tiere sowie rund 70 000 Besucher aufeinander, teilt Christin Mondesi, Geschäftsführerin der MAZ Messe- und Ausstellungszentrum GmbH, mit.

Dabei gibt es neben einer Fülle von Produkten auch spannende Begegnungen zwischen Fachleuten und Verbrauchern sowie zahlreiche Zuchttiere zu bestaunen. Landleben zum Anfassen.
Am Donnerstag, 12. September, um 10 Uhr wird die Messe mit einem bunten Rahmenprogramm eröffnet. Die Mela, mit rund 1000 Zuchttierrassen auch eine der größten Tierschauen in Deutschland, hält an der bewährten Mischung von Erlebnischarakter und fachlichem Austausch fest. Sie gilt als größte Agrarmesse in Norddeutschland. Im vergangenen Jahr haben fast 72 000 Gäste die Mela besucht. Die hohe Besucherzahl sei für Agrarminister Till Backhaus (SPD) ein Beleg dafür, dass die Menschen hinter den Landwirten stehen und die Angebote der Aussteller ankommen.

Als bewährte Besuchermagnete gelten die Tierschauen und die Präsentation alter Landtechnik. So kommen Tierfreunde und Technikfans voll auf ihre Kosten. Erstmals wird eine Deutz-Fahr-Präsentation durchgeführt und die Oldtimer werden auf einer neu gestalteten Fläche präsentiert.

Mit Blick auf das Programm kündigt Messechefin Christin Mondesi eine tierische Premiere in Mühlengeez an: „In diesem Jahr freuen wir uns als besonderen Höhepunkt auf die FleischrindVision der Rinderallianz.“ Das ist ein gemeinsamer Wettbewerb aller Züchter aus MV und Sachsen-Anhalt. Aktuell sind 120 Schautiere aus 13 Rassen und von 53 Beschickern gemeldet. Morgen findet ab 14 Uhr der erste Richtwettbewerb im großen Tierschauring statt.

Und auch die kleinen Tiere wissen zu begeistern. Der Imkerverband bringt ein Bienofon mit, das den Besuchern einen akustischen Eindruck von der Aktivität der Bienen vermitteln soll. Die Kaninchenzüchter haben eine Widder-Schau organisiert und die Geflügelzüchter widmen dem Nahrungsmittel Ei eine Ausstellung.

Mit Vorfreude und großer Spannung sehen die Pferdezüchter der Landestierschau entgegen. In diesem Jahr wurde das Rheinisch-Deutsche Kaltblut zum Tier der Mela ausgelobt. Ein ruhiges, kräftiges Zug- und Arbeitspferd, das auch als Freizeitpferd genutzt wird. Die Rasse ist aber inzwischen vom Aussterben bedroht. Sowohl in den Stallgassen als auch in Aktion hoffen die Züchter interessierten Besuchern die Werte hautnah vermitteln zu können. Traditionell endet die Mela am Sonntag, 15. September, mit der Übergabe des Staffelstabs an das Mela-Tier 2020, die Burenziege.